{"id":965,"date":"2016-06-28T20:23:17","date_gmt":"2016-06-28T18:23:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=965"},"modified":"2020-03-21T13:45:07","modified_gmt":"2020-03-21T12:45:07","slug":"natur-pur-und-pilze-satt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=965","title":{"rendered":"Natur pur und Pilze satt"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_966\" aria-describedby=\"caption-attachment-966\" style=\"width: 1500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Pilz1b.jpg\" rel=\"attachment wp-att-966\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-966\" src=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Pilz1b.jpg\" alt=\"Natur pur und Pilze satt: Der H\u00fcggel in Hasbergen ist f\u00fcr Karsten K\u00f6pke eine zweite Kinderstube. Auch Tochter Finja gef\u00e4llt der sonnendurchflutete Wald \u2013 zum Pilze sammeln, aber auch zum Spielen. Foto: Ulrike Havermeyer\" width=\"1500\" height=\"1125\" srcset=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Pilz1b.jpg 1500w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Pilz1b-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Pilz1b-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Pilz1b-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Pilz1b-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-966\" class=\"wp-caption-text\">Der H\u00fcggel in Hasbergen ist f\u00fcr Karsten K\u00f6pke eine zweite Kinderstube. Auch Tochter Finja gef\u00e4llt der sonnendurchflutete Wald \u2013 zum Pilze sammeln, aber auch zum Spielen. Foto: Ulrike Havermeyer<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Ein rauschendes Bl\u00e4tterdach. Lichtes Unterholz. Hier und da eine sonnenbeschienene Lichtung. Die Kulissen rund um den H\u00fcggel in Hasbergen, auf dem Hagenberg in Lotte und auch im Westerkappelner Schachsel haben es Pilzberater Karsten K\u00f6pke angetan.<\/strong><\/p>\n<p>Aufgewachsen ist der 36-J\u00e4hrige in der nahe gelegenen Gemeinde Hasbergen. Keinen Pilzwurf vom Fu\u00dfe des H\u00fcggels entfernt, liegt sein Elternhaus. Karsten K\u00f6pke, der seit einigen Jahren in Westerkappeln lebt, weist auf den lauschigen Pfad, der sich dort beschaulich in die Landschaft hinein schl\u00e4ngelt. \u201eHier habe ich als kleiner Junge gespielt\u201c, sagt er: \u201eJeden Tag war ich im Wald.\u201c Nicht nur auf den Wegen, sondern nat\u00fcrlich, wie es sich f\u00fcr einen echten Abenteurer geh\u00f6rt, auch jenseits der festgelegten Wanderrouten.<\/p>\n<p><em>Abenteurer im Zauberland<\/em><\/p>\n<p>Der Wald, je dichter und abwechslungsreicher, umso besser \u2013 der ist f\u00fcr K\u00f6pke auch heute noch die B\u00fchne seiner Leidenschaft. Ein Zauberland, ein M\u00e4rchenreich, ein Lieblingsplatz \u2013 an dem die Fantasie hinter jedem Busch neue Nahrung findet. \u201eUnd was hast du hier fr\u00fcher so gespielt?\u201c, fragt Finja Pilzberatertochter, sechs Jahre jung, und blickt ihren Vater neugierig an. K\u00f6pke \u00fcberlegt und erz\u00e4hlt dann mit einem Schmunzeln im Gesicht: \u201eNa, vieles war wohl vom R\u00e4uber Hotzenplotz beeinflusst \u2013 der hatte es ja damals auch schon mit Pilzen zu tun: mit Knallpilzen.\u201c<\/p>\n<p><em>M\u00e4nner in Unterhemden<\/em><\/p>\n<p>Ungef\u00e4hr zw\u00f6lf Jahre alt sei er gewesen, berichtet der Neu-Westerkappelner von seinem Weg zum Pilzberater, als sein Vater Gerd ihn und seinen Bruder Thorsten zum ersten Mal mit zum Sammeln in den Hagenberg genommen habe. \u201eMein Vater hat einige Jahre in Lotte gewohnt und kannte das Gel\u00e4nde ganz genau\u201c, erz\u00e4hlt K\u00f6pke. \u201eEr hat uns zu so vielen guten Stellen gef\u00fchrt, dass wir drei am Ende unsere T-Shirts ausgezogen und als Taschen f\u00fcr die Pilze benutzt haben.\u201c Er sch\u00fcttelt lachend den Kopf: \u201eMeine Mutter hat sich ziemlich gewundert, als wir im Unterhemd zur\u00fcckkehrten.\u201c<\/p>\n<p><em>Riechen, tasten, schmecken<\/em><\/p>\n<p>Sein Interesse war geweckt: \u201eDas Grundwissen habe ich mir von meinem Vater angeeignet.\u201c Doch wer sich in die Gefilde von Pfifferling und Austernseitling, Speisemorchel, Steinpilz und Marone, Champignon und Schwefelkopf vorwagt, tut gut daran, jedwede Verwechslung auszuschlie\u00dfen. Zwar sind Karsten K\u00f6pke noch keine Hotzenplotz\u2019schen Knallpilze untergekommen, doch der gef\u00e4hrliche Knollenbl\u00e4tterpilz w\u00e4chst immer gleich nebenan. Weil Finjas Vater ein vorsichtiger Mensch ist, vertraut er Bestimmungsb\u00fcchern nur sehr bedingt. \u201eViele Merkmale lassen sich nur erkennen, wenn man den Pilz direkt in der Hand h\u00e4lt\u201c, erkl\u00e4rt er, \u201eman muss riechen, tasten, sehr genau hinschauen und manchmal auch schmecken.\u201c Um sich abzusichern und seine Kenntnisse zu erweitern, hat er daher den Meister selbst, den bundesweit renommierten Pilzexperten Dieter Honstra\u00df, aufgesucht und gleich mehrere Lehrg\u00e4nge bei ihm absolviert.<\/p>\n<p><em>Gemeinsam durch den Wald<\/em><\/p>\n<p>Seit dem vergangenen Jahr ist Karsten K\u00f6pke nun selbst als Pilzberater t\u00e4tig. Wer Fragen rund um das Thema hat, erreicht ihn bei Facebook unter \u201ePilzberatung Westerkappeln\u201c. \u201eWas ich wei\u00df, werde ich weitergeben\u201c, versichert er. Wichtig dabei: \u201eEin Pilzberater ist nicht dazu da, um den Sammlern ihre K\u00f6rbe durchzusortieren\u201c, zeigt sich K\u00f6pke durchaus p\u00e4dagogisch motiviert: \u201eMan muss den Leuten die Kriterien f\u00fcr das eigenverantwortliche Erkennen vermitteln.\u201c Als n\u00e4chsten Schritt erw\u00e4gt der gelernte Kaufmann, eigene F\u00fchrungen anzubieten. Dass dabei allerdings hin und wieder ein H\u00fcggelzwerg, eine R\u00e4ubertochter oder der R\u00e4uberhauptmann pers\u00f6nlich den Weg der Gruppe kreuzen k\u00f6nnte, kann selbst Karsten K\u00f6pke nicht ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<p><em>(Erschienen in: Neue Osnabr\u00fccker Zeitung, 21. Juni 2016)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein rauschendes Bl\u00e4tterdach. Lichtes Unterholz. Hier und da eine sonnenbeschienene Lichtung. 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