{"id":2547,"date":"2018-02-25T09:47:37","date_gmt":"2018-02-25T08:47:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=2547"},"modified":"2018-03-04T09:49:01","modified_gmt":"2018-03-04T08:49:01","slug":"die-zukunft-der-mobilitaet-ist-automatisiert","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=2547","title":{"rendered":"Die Zukunft der Mobilit\u00e4t ist automatisiert"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_2548\" aria-describedby=\"caption-attachment-2548\" style=\"width: 2500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Niem3b.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-2548\" src=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Niem3b.jpg\" alt=\"\" width=\"2500\" height=\"1396\" srcset=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Niem3b.jpg 2500w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Niem3b-300x168.jpg 300w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Niem3b-768x429.jpg 768w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Niem3b-1024x572.jpg 1024w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Niem3b-1200x670.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 2500px) 100vw, 2500px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2548\" class=\"wp-caption-text\">Schritt f\u00fcr Schritt veranschaulicht Wolfgang Niem von der Robert Bosch GmbH in Hildesheim in seinem Vortrag den Zuh\u00f6rern in der Artland Akademie Quakenbr\u00fcck die Herausforderungen rund um das automatisierte Fahren. Fotos (2): Ulrike Havermeyer<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"teaser\"><strong>Rund 120 Zuh\u00f6rer haben sich beim j\u00fcngsten Vortragsabend der Artland-Akademie Quakenbr\u00fcck (AAQ) \u00fcber den Stand der Dinge beim automatisierten Fahren informiert. Als Referent war Wolfgang Niem von der Robert Bosch GmbH in Hildesheim eingeladen.<\/strong><\/p>\n<div id=\"content-jump-to\" class=\"content\">\n<p>Passgenau zur Kernfrage der Artland Akademie \u201eWoher \u2013 wohin?\u201c stellte deren Vorsitzender Helmut Henrichs seinen Gastredner Wolfgang Niem den Zuh\u00f6rern vor, darunter diesmal auch viele Jugendliche. Wolfgang Niem, geb\u00fcrtiger Gelsenkirchener, hat sein Abitur 1985 am Artland-Gymnasium Quakenbr\u00fcck (AGQ) gemacht (woher?) und von dort aus direkten Kurs auf, beziehungsweise in die Zukunft genommen (wohin?).<\/p>\n<p><em>Skepsis contra Vertrauen<\/em><\/p>\n<p>Und die geh\u00f6rt, zumindest auf den Stra\u00dfen, dem automatisierten Fahren. Davon ist Niem, promovierter Elektrotechniker und Leiter der Abteilung Forschung und Vorausentwicklung der Robert Bosch GmbH in Hildesheim, \u00fcberzeugt. Allerdings: Neben den diversen Herausforderungen \u2013 von der Digitalisierung bis zur gesetzlichen Einordnung und ethischen Bewertung\u00a0 \u2013 hat die aufstrebende Technologie noch ein ganz anderes Problem zu bew\u00e4ltigen: die Sache mit dem Vertrauen. \u201eWer von Ihnen w\u00fcrde denn heute in ein Auto einsteigen, in dem kein Fahrer mehr sitzt?\u201c, fragt Niem und blickt schmunzelnd ins Publikum. Und tats\u00e4chlich, so neugierig die G\u00e4ste der AAQ auf das Thema \u201eHochautomatisiertes Fahren: Perspektiven und Herausforderungen\u201c sind, so sehr steht ihnen die Skepsis ins Gesicht geschrieben. \u201eEine v\u00f6llig normale Reaktion\u201c, erl\u00e4utert Niem seinen Zuh\u00f6rern, selbst in Fachkreisen \u00fcberwiege derzeit noch die Zur\u00fcckhaltung.<\/p>\n<p><em>Schritt f\u00fcr Schritt das R\u00e4tsel l\u00f6sen<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_2549\" aria-describedby=\"caption-attachment-2549\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Niem6.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2549\" src=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Niem6-238x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"379\" srcset=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Niem6-238x300.jpg 238w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Niem6-768x969.jpg 768w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Niem6-811x1024.jpg 811w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Niem6-1200x1515.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2549\" class=\"wp-caption-text\">Dr. Wolfgang Niem.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nicht zuletzt um genau das zu \u00e4ndern, ist Aufkl\u00e4rung vonn\u00f6ten. Und wer es wie Wolfgang Niem versteht, ein bis dato f\u00fcr sein Publikum eher abstraktes Ph\u00e4nomen Schritt f\u00fcr Schritt zu veranschaulichen, der schafft, wenn auch nicht sofort grenzenlose Akzeptanz, so doch wom\u00f6glich eine Grundhaltung wohlwollender Aufgeschlossenheit f\u00fcr die vernetzte Mobilit\u00e4t der Zukunft. Der Ex-AGQler spannt den Bogen von bereits eingesetzten Fahrerassistenzsystemen wie Einparkhilfen, automatischen Abstandsreglern, Totwinkelwarnern, Verkehrszeichenerkennern, Notbrems-, Stabilisierungs- und Spurhalteprogrammen bis hin zu den immer n\u00e4her r\u00fcckenden Visionen: Lenkradlose Shuttelfahrzeuge, die mittels \u201eautomotiver Echtzeit-Betriebssysteme\u201c durch die St\u00e4dte rauschen. \u201eIn etwa f\u00fcnfzehn oder zwanzig Jahren werden wir solche Shuttle als etwas v\u00f6llig Normales ansehen\u201c, prognostiziert Niem.<\/p>\n<p><em>Auch Fahrzeuge m\u00fcssen lernen<\/em><\/p>\n<p>Doch noch wohnen diesen futuristischen Szenarien \u201eRiesenherausforderungen\u201c inne, best\u00e4tigt der Mobilit\u00e4tsfachmann. Das fange schon damit an, den elektronischen Steuersystemen beizubringen, wie sie die Werte, die ihnen ihre Video-, Radar- oder Ultraschall-Sensoren \u00fcber die Umgebung meldeten, verarbeiten und bewerten und angemessen auf sie reagieren sollten. Wie erkennt das System beispielsweise parkende Fahrzeuge am Stra\u00dfenrand? Und zwar zuverl\u00e4ssig, selbst bei dichtestem Nebel oder Starkregen? Welche Informationen sind n\u00f6tig, damit ein Shuttle fahrspurpr\u00e4zise durch die Innenstadt man\u00f6vriert? Wie k\u00f6nnen die Daten in der \u201eautomotiven Cloud\u201c vor IT-Angriffen gesch\u00fctzt werden?<\/p>\n<p><em>Menschliche Fehler ausschlie\u00dfen<\/em><\/p>\n<p>\u201eDa sind zum Teil gigantische Rechenleistungen n\u00f6tig\u201c, verdeutlicht Niem die Dimensionen, \u201eaber viele Ergebnisse sind schon jetzt erstaunlich gut.\u201c Und der Aufwand, da ist er sicher, lohne sich allemal: Denn angesichts der Tatsache, dass heute etwa 90 Prozent aller Verkehrsunf\u00e4lle durch menschliche Fehler verursacht w\u00fcrden, mache das automatisierte Fahren den Verkehr auf jeden Fall deutlich sicherer. Weniger Staus, eine h\u00f6here Energieeffizienz, Mobilit\u00e4t in jedem Alter \u2013 vieles spricht daf\u00fcr, dass die Entwicklung von teilautomatisiertem \u00fcber hochautomatisiertes bis hin zu vollautomatisiertem Fahren nicht aufzuhalten ist und \u2013 so sahen es am Ende des Vortrags etliche Zuh\u00f6rer \u2013 auch keineswegs aufgehalten werden sollte.<\/p>\n<p><em>(Erschienen in: Bersenbr\u00fccker Kreisblatt, 25.02.2018)<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 120 Zuh\u00f6rer haben sich beim j\u00fcngsten Vortragsabend der Artland-Akademie Quakenbr\u00fcck (AAQ) \u00fcber den Stand der Dinge beim automatisierten Fahren informiert. Als Referent war Wolfgang Niem von der Robert Bosch GmbH in Hildesheim eingeladen. 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