{"id":245,"date":"2015-05-11T21:47:36","date_gmt":"2015-05-11T19:47:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=245"},"modified":"2018-05-15T09:26:18","modified_gmt":"2018-05-15T07:26:18","slug":"vom-chippen-pitchen-und-putten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=245","title":{"rendered":"Vom Chippen, Pitchen und Putten"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_246\" aria-describedby=\"caption-attachment-246\" style=\"width: 714px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/wpGolf.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-246\" src=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/wpGolf-1024x673.jpg\" alt=\"Koordination, Kombination und Pr\u00e4zision: Auf dem neuen Sechs-Loch-Kurzplatz in Velpe k\u00f6nnen sowohl Anf\u00e4nger wie auch erfahrene Golfer das \u201eChippen\u201c, \u201ePitchen\u201c und \u201ePutten\u201c trainieren. Foto: Ulrike Havermeyer\" width=\"714\" height=\"469\" srcset=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/wpGolf.jpg 1024w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/wpGolf-300x197.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 714px) 100vw, 714px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-246\" class=\"wp-caption-text\">Koordination, Kombination und Pr\u00e4zision: Auf dem neuen Sechs-Loch-Kurzplatz in Velpe k\u00f6nnen sowohl Anf\u00e4nger wie auch erfahrene Golfer das \u201eChippen\u201c, \u201ePitchen\u201c und \u201ePutten\u201c trainieren. Foto: Ulrike Havermeyer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Golfclub Habichtswald in Velpe hat zus\u00e4tzlich zu seiner 18-Loch-Bahn einen Sechs-Loch-Kurzplatz er\u00f6ffnet. Ich fahre gerne Rad. Gehe zum Schwimmen. Nehme die Niederlagen, die mir meine Kinder beim Tischtennis zuf\u00fcgen, mit einem L\u00e4cheln hin. Aber Golfen? Zwischen dem kleinen wei\u00dfen Ball und mir hat sich bisher noch keine Beziehung angebahnt. Das mag daran liegen, dass ich an den gr\u00fcnen Sportst\u00e4tten der Region bisher immer nur vorbei gefahren bin. Heute dagegen halte ich an. Frage mich durch bis zu Bernd Mai\u00df, der zust\u00e4ndig ist f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeitsarbeit des Vereins \u2013 und bin gespannt, ob der Funke der Faszination auf mich \u00fcberspringt.<\/p>\n<p><em>Einfach mal ausprobieren<\/em><\/p>\n<p>\u201eNicht lange reden \u2013 lieber gleich los legen\u201c: Bernd Mai\u00df hat eines der Elektrocarts des Vereins organisiert und lenkt das Gef\u00e4hrt \u00fcber die sanften H\u00fcgel des mit insgesamt rund 65 Hektar Ausdehnung beeindruckend gro\u00dfen Areals. \u201eWas die Golfer an ihrem Sport begeistert\u201c, sagt er, \u201edas muss man am besten selbst erleben, indem man es einfach ausprobiert.\u201c An alten Obstb\u00e4umen und kleinen W\u00e4ldchen vorbei, an Teichen und Gr\u00e4ben, Wildblumenteppichen und Geh\u00f6lzstreifen chauffiert Mai\u00df uns in sicherem Abstand um bunte Gr\u00fcppchen \u2013 mal entspannt, mal forsch \u00fcber den Rasen schreitender \u2013 Golfenthusiasten herum. Man winkt einander freundlich zu und flachst ganz kultiviert ein wenig herum. \u201eWir haben hier viele Freunde aus den Niederlanden zu Gast, die den Platz gegen eine entsprechende Geb\u00fchr nutzen\u201c, erkl\u00e4rt mein Begleiter. \u201eUnser Gel\u00e4nde ist topografisch abwechslungsreich und wegen der Neigungen und Steigungen auch ziemlich anspruchsvoll.\u201c<\/p>\n<p><em>Imposante Kulisse mitten im Gr\u00fcnen<\/em><\/p>\n<p>Bernd Mai\u00df l\u00e4sst seinen Blick \u00fcber das Terrain der ehemaligen Tongrube schweifen, das sich nahtlos in die umgebende Naturkulisse einf\u00fcgt. \u201eIst das nicht ein herrlicher Platz\u201c, raunt er versunken. Und \u2013 ja, Recht hat er. Fazit eins: Seinen Sport in einer solch imposanten \u2013 von f\u00fcnf fest angestellten Platzpflegern in stets gediegenem Zustand gehaltenen \u2013 Parklandschaft zu betreiben, das d\u00fcrfte tats\u00e4chlich jedes Mal aufs Neue ein erhebendes Erlebnis sein. Egal, wohin der Golfball fliegt.<\/p>\n<p><em>Eine Wissenschaft f\u00fcr sich<\/em><\/p>\n<p>Womit wir bei Punkt zwei der Faszination angelangt w\u00e4ren: der Technik des Spiels. Bernd Mai\u00df und ich lassen die K\u00f6nner auf der 18-Loch-Bahn hinter uns und steuern den neuen Kurz-Platz an, auf dem Mai\u00df\u2018 Vereinskollege Daniel Wiegers uns bereits erwartet. W\u00e4hrend nebenan auf dem Hauptfeld das \u201elange Spiel\u201c gefragt ist \u2013 mit m\u00f6glichst wenigen und also entsprechend weiten, manchmal bis zu 300 Meter langen Schl\u00e4gen den Ball vom Abschlag bis in die N\u00e4he des Lochs zu peitschen \u2013 steht auf der neuen Anlage das \u201ekurze Spiel\u201c im Mittelpunkt: \u201eChippen\u201c, \u201ePitchen\u201c und \u201ePutten\u201c \u2013 verschiedene Schlagvarianten f\u00fcr Distanzen unter 50 Metern. Daniel Wiegers ist von gleich drei Golfbags umgeben, von denen ein jedes \u2013 laut Reglement \u2013 h\u00f6chstens 14 unterschiedliche Schl\u00e4gertypen enthalten darf. Denn nat\u00fcrlich gibt es f\u00fcr fast jede Spielkonstellation das passende Werkzeug: \u201eSand Wedge\u201c, \u201eLob Wedge\u201c oder \u201ePutter\u201c f\u00fcr die kurzen Strecken, \u201eDriver\u201c, verschiedene \u201eEisen\u201c und \u201eHybrid-\u201c oder \u201eRescue\u201c-Schl\u00e4ger f\u00fcr die langen. Eine Wissenschaft f\u00fcr sich.<\/p>\n<p><em>Im k\u00fchnen Bogen \u00fcber die Bahn<\/em><\/p>\n<p>Welchen Schl\u00e4ger Wiegers mir mit einem aufmunternden L\u00e4cheln in die Hand dr\u00fcckt? Keine Ahnung. Bevor ich die Distanz zu \u201eLoch 1\u201c \u00fcberwinde, hei\u00dft es doch zu aller erst einmal, das kleine B\u00e4llchen \u00fcberhaupt zu treffen. Wiegers erkl\u00e4rt: Den Schaft mit dem \u201eInterlock\u201c-Griff umfassen, das Gr\u00fcn \u201elesen\u201c, den Ball \u201eansprechen\u201c, um sich optimal zu ihm zu positionieren, die F\u00fc\u00dfe h\u00fcftbreit auseinander, den linken Arm \u2013 bei Rechtsh\u00e4ndern \u2013 gestreckt halten, den Blick auf den Ball gerichtet, ausholen, die H\u00fcfte dabei nach hinten drehen, \u201edurch den Ball schwingen\u201c \u2013 und: wutsch! Getroffen! Das wei\u00dfe K\u00fcgelchen fliegt in einem k\u00fchnen Bogen \u00fcber die Bahn und landet ein gutes St\u00fcck neben dem Gr\u00fcn. Immerhin: nicht im Geb\u00fcsch. \u201eGar nicht schlecht f\u00fcr einen Anf\u00e4nger\u201c, tr\u00f6stet mich Mai\u00df. Koordination, Kombination und nat\u00fcrlich Pr\u00e4zision machten dann sp\u00e4ter den erfahrenen Spieler aus, erkl\u00e4rt er.<\/p>\n<p><em>Der Funkenflug der Faszination<\/em><\/p>\n<p>Wiegers kramt einen anderen Schl\u00e4ger aus der Tasche hervor. \u201eVielleicht klappt es damit noch besser.\u201c Oh ja \u2013 tut es. Schon wieder ein bisschen n\u00e4her am Loch 1. Ich bekomme ihn schon noch hinein \u2013 meinen kleinen, runden, neuen Freund, beschlie\u00dfe ich mit aufloderndem Ehrgeiz. Und w\u00e4hrend ich verbissen das Gr\u00fcn buchstabiere, nicken Wiegers und Mai\u00df sich zufrieden zu: Der Funkenflug der Faszination, der von den beiden Golfern aus Velpe ausgeht, hat an Treffsicherheit heute nichts zu w\u00fcnschen \u00fcbrig gelassen.<\/p>\n<p><em>(Erschienen in: Neue Osnabr\u00fccker Zeitung, 01.10.2014; Westf\u00e4lische Nachrichten, 01.10.2014)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Golfclub Habichtswald in Velpe hat zus\u00e4tzlich zu seiner 18-Loch-Bahn einen Sechs-Loch-Kurzplatz er\u00f6ffnet. Ich fahre gerne Rad. Gehe zum Schwimmen. Nehme die Niederlagen, die mir meine Kinder beim Tischtennis zuf\u00fcgen, mit einem L\u00e4cheln hin. 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