{"id":2269,"date":"2016-10-01T23:40:21","date_gmt":"2016-10-01T21:40:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=2269"},"modified":"2020-02-14T08:22:48","modified_gmt":"2020-02-14T07:22:48","slug":"als-der-funken-zur-flamme-wurde","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=2269","title":{"rendered":"Als der Funke zur Flamme wurde"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_2519\" aria-describedby=\"caption-attachment-2519\" style=\"width: 1500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Priester1b.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-2519\" src=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Priester1b.jpg\" alt=\"\" width=\"1500\" height=\"1125\" srcset=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Priester1b.jpg 1500w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Priester1b-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Priester1b-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Priester1b-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Priester1b-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2519\" class=\"wp-caption-text\">Die Zeit als Diakon in Ankum hat Peter Winkeljohann sehr genossen. Nun blickt er seiner Priesterweihe in Rom entgegen. Foto: Ulrike Havermeyer<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Ja, er ist sich sicher, dass das sein Weg sei, sagt Peter Winkeljohann. Der G\u00e4rtnersohn aus Voltlage l\u00e4chelt und scheint dabei ganz in sich zu ruhen. Am 10. Oktober wird er in Rom zum Priester geweiht. Seine Heimatprimiz feiert er am 23. Oktober in Voltlage.<\/strong><\/p>\n<p>Irgendwie ist es Peter Winkeljohann gelungen, sich immer die n\u00f6tige Zeit zu nehmen: Genug Bedenkzeit, um wichtige Entscheidungen gr\u00fcndlich zu \u00fcberdenken und abzuw\u00e4gen. Bewusst gesetzte Auszeiten, um sich nicht vereinnahmen zu lassen und um den Fragen und den Gedanken, die ihn gerade besch\u00e4ftigen, auf den Grund zu gehen. Trotz \u2013 oder vielleicht auch wegen \u2013 dieser Gelassenheit ist der 26-J\u00e4hrige dennoch zielstrebig seinen Weg gegangen. \u201eEs gab kein Berufungserlebnis, dass ich Priester werden wollte\u201c, sch\u00fcttelt er nachdenklich den Kopf, \u201eaber der Funke wurde nach und nach zu einer Flamme.\u201c<\/p>\n<p>Die N\u00e4he zum Glauben, die sei in seiner Familie immer selbstverst\u00e4ndlich gewesen, erz\u00e4hlt der Voltager, dessen Eltern Heike und Reinhard Winkeljohann eine G\u00e4rtnerei im Ortskern der Gemeinde betreiben. Regelm\u00e4\u00dfige Kirchg\u00e4nge, der Dienst als Messdiener, sein Engagement im Kinderchor \u2013 das alles habe seine Kindheit gepr\u00e4gt. \u201eWenn ich ein Vorbild nennen soll, das mich mit seiner Art seinen Glauben zu leben beeinflusst hat, dann war das sicher mein Gro\u00dfvater Bernard.\u201c<\/p>\n<p>Nachdem Winkeljohann 2009 sein Abitur in Recke bestanden hatte, machte er sich erst einmal in Richtung Santiago de Compostela auf den Weg \u2013 800 Kilometer den Jakobsweg entlang. \u201eDas hatte ich schon immer vor\u201c, sinniert er, \u201eund die Pilgerwanderung war eine gute Unterbrechung zwischen Schule und Studium, um etwas Abstand zu gewinnen.\u201c F\u00fcr die Priesterausbildung hatte er sich da bereits beim Bistum Osnabr\u00fcck beworben.<\/p>\n<p>Es folgten zwei Jahre Grundstudium am Priesterseminar Sankt Georgen in Frankfurt am Main. Nach dem Vordiplom schlug Regens Ulrich Beckwermert vom Bistum Osnabr\u00fcck Peter Winkeljohann vor, seine weitere Ausbildung am Collegium Germanicum, dem deutschsprachigen Priesterseminar in Rom, zu absolvieren. Man ahnt bereits, wie der junge Voltlager auf diesen Vorschlag reagierte: \u201eWas ich auf keinen Fall wollte\u201c, erkl\u00e4rt er, \u201ewar, direkt von einem in das n\u00e4chste Priesterseminar zu wechseln. Ich wollte raus aus dem Studium und mir die Dinge aus einer andere Perspektive ansehen.\u201c Die fand Winkeljohann in Argentinien, wo er ein Jahr lang an einem vom Jesuitenorden organisierten Freiwilligenprojekt teilnahm. Er half bei der Vergabe von Mikrokrediten und arbeitete in einem Kinderheim. Und wieder stand am Ende der Auszeit eine Erkenntnis: \u201eF\u00fcr andere Menschen da sein \u2013 das ist es, was ich will.\u201c Wieder dieses L\u00e4cheln. Wieder dieses In-sich-Ruhen.<\/p>\n<p>Nach drei Jahren am Collegium Germanicum in Rom standen dann beim Pastoralkurs in Hamburg die ersten \u201eSo-tun-als-ob-Trocken\u00fcbungen\u201c f\u00fcr den angehenden Priester an: Puppen taufen, Kollegen verheiraten \u2013 die Choreografien einer Messe erlernen. Am 12. M\u00e4rz 2016 wurde Winkeljohann in Ankum von Weihbischof Johannes W\u00fcbbe zum Diakon geweiht. Statt mit Puppen hatte er es nun mit echten Menschen zu tun. \u201eIn dieser Zeit habe ich viele Gespr\u00e4che gef\u00fchrt und gemerkt, welches Geschenk das f\u00fcr mich ist, Menschen an den Kernpunkten ihres Lebens begleiten zu d\u00fcrfen.\u201c<\/p>\n<p>Wenn der Bischof von Trier, Stephan Ackermann, den Mann aus Voltlage am 10. Oktober in Rom zum Priester weiht, werden nicht nur Winkeljohanns Eltern Heike und Reinhard, seine Schwester Karin und Gro\u00dfmutter Maria dabei sein: Ein ganzer Reisebus voller Gemeindemitglieder macht sich von Voltlage aus auf den Weg, um der Zeremonie beizuwohnen. Wer zuhause bleibt, ist herzlich zu Peter Winkeljohanns Heimatprimiz am 23. Oktober um 10 Uhr in Voltlage eingeladen. Eines ist schon jetzt sicher: Der neue Priester wird sich jede Menge Zeit f\u00fcr seine G\u00e4ste nehmen.<\/p>\n<p><em>(Erschienen in: Bersenbr\u00fccker Kreisblatt, 01.10.2016)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, er ist sich sicher, dass das sein Weg sei, sagt Peter Winkeljohann. Der G\u00e4rtnersohn aus Voltlage l\u00e4chelt und scheint dabei ganz in sich zu ruhen. Am 10. 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