{"id":2016,"date":"2017-09-04T16:43:07","date_gmt":"2017-09-04T14:43:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=2016"},"modified":"2017-09-10T18:42:50","modified_gmt":"2017-09-10T16:42:50","slug":"hausputz-in-der-eigenen-seele","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=2016","title":{"rendered":"Hausputz in der eigenen Seele"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_2017\" aria-describedby=\"caption-attachment-2017\" style=\"width: 1500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Aura1b.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-2017\" src=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Aura1b.jpg\" alt=\"\" width=\"1500\" height=\"1036\" srcset=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Aura1b.jpg 1500w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Aura1b-300x207.jpg 300w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Aura1b-768x530.jpg 768w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Aura1b-1024x707.jpg 1024w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Aura1b-1200x829.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2017\" class=\"wp-caption-text\">Auf der Reise ins eigene Innere haben sich Farben als hilfreiche Wegweiser erwiesen. Davine Bonowski wendet die bunten Fl\u00e4schchen im Rahmen der Aura-Soma-Therapie an. Foto: Ulrike Havermeyer<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Als \u201eBeziehungsraum\u201c bezeichnet Davine Bonowski jene intime, tiefgr\u00fcndige B\u00fchne, auf der sich die kleinen und gro\u00dfen Dramen zwischen zwei Menschen abspielen. Diesen Raum f\u00fcr sich und andere angenehm zu gestalten, hat sich die geb\u00fcrtige Schweizerin zur Aufgabe gemacht.<\/strong><\/p>\n<p>Davine Bonowski mag klar strukturierte R\u00e4ume. Au\u00dfen-, Innen-, aber vor allem: Zwischenr\u00e4ume. Besonders angetan hat es der studierten Kunsthistorikerin die filigrane Architektur menschlicher Beziehungen: Woran liegt es, dass Kommunikation mal gelingt, mal aber auch nicht? Wann springt der Funke \u00fcber und verbindet zwei Partner miteinander? Doch auch die Frage, welche Faktoren dazu beitragen, dass manche Beziehungsr\u00e4ume eng werden, einst\u00fcrzen und die Gef\u00fchle unter sich begraben, treibt die Wahlwesterkappelnerin um. Und schlie\u00dflich: Wie l\u00e4sst sich eine derart angeschlagene, verletzte Seele aus den Tr\u00fcmmern einer verungl\u00fcckten Beziehung retten und heilen?<\/p>\n<p><em>Die Bedeutung der Weiblichkeit<\/em><\/p>\n<p>\u201eDurch die Besch\u00e4ftigung mit der Kunst habe ich gelernt, mich in der Welt zu orientieren\u201c, blickt die heute 47-J\u00e4hrige auf ihre eigene Biografie zur\u00fcck. \u201eWoher komme ich, was beeinflusst mich, wo will ich eigentlich hin in meinem Leben?\u201c In der Auseinandersetzung mit dieser Thematik sei ihr klargeworden, dass es \u201edie Dimension Mensch \u2013 in meinem Falle zun\u00e4chst besonders: die Rolle der Frau, die Bedeutung ihrer Weiblichkeit\u201c war, die sie am meisten faszinierte. Und weil Struktur und Ordnung ihr wichtig sind und man eine Geschichte am besten versteht, wenn man sie von Anfang an betrachtet, lie\u00df sich Davine Bonowski zur Hebamme ausbilden.<\/p>\n<p><em>Als Hebamme in Afrika gearbeitet<\/em><\/p>\n<p>\u201e\u00dcber viele Jahre habe ich als freiberufliche Hebamme gearbeitet, unter anderem in Afrika und im Klinikum Dissen\u201c, berichtet sie. \u201eIn dieser Zeit habe ich festgestellt, dass immer mehr Frauen das Vertrauen in den eigenen K\u00f6rper verloren haben, zu sich selbst auf Distanz gehen oder sogar innere Mauern aufbauen\u201c, verweist sie unter anderem auf den Trend zum Kaiserschnitt, dessen Quote in manchen Regionen bei \u00fcber 40 Prozent liege. \u201eWer aber mit sich selbst nicht mehr verbunden ist, wie soll der eine Verbindung zum Anderen eingehen?\u201c, gibt sie zu bedenken. Egal ob in Partnerschaften, mit den Kindern, Eltern oder den Freunden.<\/p>\n<p><em>Wie man das Vertrauen st\u00e4rkt<\/em><\/p>\n<p>Die Herausforderung f\u00fcr Davine Bonowski, die mittlerweile auch noch eine Ausbildung zur Heilpraktikerin f\u00fcr Psychotherapie abgeschlossen hatte, lautete mithin: Wie bringt man verunsicherte Menschen dazu, sich selbst wieder als ganzheitliche Pers\u00f6nlichkeit wahrzunehmen und ihrem Gegen\u00fcber neuerlich zu vertrauen? Eine Antwort fand Bonowski schlie\u00dflich in einer in den USA entwickelten Gespr\u00e4chsform, die sich Imago nennt. Gemeinsam mit ihrem Mann, der als Neurologe im Ibbenb\u00fcrener Klinikum t\u00e4tig ist, absolvierte sie eine entsprechende Weiterbildung f\u00fcr die neue Therapie-Methode.<\/p>\n<p><em>Wenn Grenzen zu Schwellen werden<\/em><\/p>\n<p>\u201eWir alle profitieren davon, wenn wir unsere Beziehungsr\u00e4ume kl\u00e4ren\u201c, kommt Davine Bonowski auf die B\u00fchne der zwischenmenschlichen Dramaturgie zur\u00fcck. \u201eSchlie\u00dflich ist das auch der Raum, in dem unsere Kinder aufwachsen.\u201c Wer sich zum seelischen Hausputz entschlie\u00dft und hinter die Schichten schauen will, die sich seit der eigenen Kindheit \u00fcbereinander gelegt haben und den Beziehungsraum auskleiden, solle sich auf jeden Fall gen\u00fcgend Zeit daf\u00fcr lassen und entschleunigen. \u201eGrenzen auszuloten und zu entscheiden, ob aus ihnen Schwellen oder sogar wieder offene T\u00fcren werden k\u00f6nnen \u2013 dazu braucht es Vertrauen und Achtsamkeit\u201c, sagt Davine Bonowsiki. Doch wer sich auf diesen spannenden Weg begibt, der richtet sich dort mit der Zeit, wer wei\u00df\u2026 vielleicht ja sogar einen bisher unbekannten neuen Lieblingsplatz ein.<\/p>\n<p><em>(Erschienen in: Neue Osnabr\u00fccker Zeitung, 06.09.2017)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als \u201eBeziehungsraum\u201c bezeichnet Davine Bonowski jene intime, tiefgr\u00fcndige B\u00fchne, auf der sich die kleinen und gro\u00dfen Dramen zwischen zwei Menschen abspielen. 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