{"id":197,"date":"2015-04-24T18:50:43","date_gmt":"2015-04-24T16:50:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=197"},"modified":"2015-04-24T18:57:05","modified_gmt":"2015-04-24T16:57:05","slug":"mit-pferdekraft-wird-eine-wiese-zum-kartoffelacker","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=197","title":{"rendered":"Mit Pferdekraft wird eine Wiese zum Kartoffelacker"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_198\" aria-describedby=\"caption-attachment-198\" style=\"width: 714px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/890_0008_11696492_IMG_10346.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-198\" src=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/890_0008_11696492_IMG_10346-1024x768.jpg\" alt=\"Hier werden zwar nicht Schwerter zu Pflugscharen aber immerhin eine Wiese zum Acker: Auf dem kirchlichen Grund bauen Sch\u00fcler der Domschule in diesem Jahr ausnahmsweise Kartoffeln an. Zugunsten der Indienhilfe. Foto: Frank Wiebrock\" width=\"714\" height=\"536\" srcset=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/890_0008_11696492_IMG_10346-1024x768.jpg 1024w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/890_0008_11696492_IMG_10346-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/890_0008_11696492_IMG_10346-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 714px) 100vw, 714px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-198\" class=\"wp-caption-text\">Hier werden zwar nicht Schwerter zu Pflugscharen aber immerhin eine Wiese zum Acker: Auf dem kirchlichen Grund bauen Sch\u00fcler der Domschule in diesem Jahr ausnahmsweise Kartoffeln an. Zugunsten der Indienhilfe. Foto: Frank Wiebrock<\/figcaption><\/figure>\n<p>Osnabr\u00fcck. \u201eKommt, kommt. Gerade.\u201c Mit leiser Stimme dirigiert Eckhard Krabbe Anton und Bavaria. Die Pferde des b\u00e4rtigen Hasbergers legen sich gelassen ins Geschirr, ziehen den von Herbert Heckmann gef\u00fchrten Pflug gleichm\u00e4\u00dfig durch den Wiesenboden hinter dem Osnabr\u00fccker Priesterseminar. Hier werden zwar nicht Schwerter zu Pflugscharen, aber immerhin eine Wiese zum Acker: Auf dem kirchlichen Grund bauen Sch\u00fcler der Domschule in diesem Jahr ausnahmsweise Kartoffeln an. Zugunsten der Indienhilfe.<\/p>\n<p>Entspannt stehen Anton und Bavaria in der Sonne. Wieder eine Furche geschafft. Herbert Heckmann aus Lotte wischt sich hinter dem Pflug den Schwei\u00df von der Stirn und greift zu den Mohrr\u00fcben. Ein erster Lohn der M\u00fche. F\u00fcr die Zugtiere. Und auch Eckhard Krabbe in gr\u00fcner Arbeitsjacke und mit gr\u00fcner Amazone-M\u00fctze l\u00e4sst die Z\u00fcgel h\u00e4ngen und verschnauft. Was auf den ersten Blick nach landwirtschaftlicher Idylle aussieht und die Domsch\u00fcler und die Kinder aus dem Domkindergarten begeistert, hat wenig mit Romantik und viel mit harter Arbeit zu tun.<br \/>\n<strong><br \/>\n\u201eZwei oder drei Stunden wird es wohl dauern\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Bis in die Nachkriegsjahre waren die Pferde der eigentliche Motor vieler landwirtschaftlicher Betriebe, zogen nicht nur Wagen und Kutschen oder Baumst\u00e4mme, sondern eben auch Pfl\u00fcge, Eggen, M\u00e4hwerke, Heuwender und Vielfachger\u00e4te. Dann kam der Traktor und verdr\u00e4ngte die Vierbeiner.<\/p>\n<p>Nicht ohne Grund: \u201eJa, so zwei oder drei Stunden wird es wohl dauern, die rund 500 Quadratmeter umzupfl\u00fcgen\u201c, erl\u00e4utert Krabbe. Zum Vergleich: Ein moderner Traktor mit einem Sechsschar-Pflug m\u00fcsste zweimal hin &#8211; und einmal herfahren, um den rund 10 Meter breiten und 50 Meter langen Bereich umzubrechen \u2013 eine Sache von Minuten.<br \/>\n<strong><br \/>\nWurzelwerk bringt das Team gelegentlich aus dem Tritt<\/strong><\/p>\n<p>Und ein Traktor w\u00fcrde sich auch nicht an den kleinen Hindernissen st\u00f6ren, die nicht nur Anton und Bavaria sondern auch Krabbe und Heckmann gelegentlich aus dem Tritt bringen: Ein Teil des Ackers im Werden ist von Wurzeln der alten Obstb\u00e4ume durchsetzt. Gibt das Wurzelwerk nicht nach, m\u00fcssen die Pferde einen Schritt zur\u00fcck und die Schar samt Streichblech \u00fcber das Hindernis gehoben werden. Das gleiche gilt f\u00fcr die Sandsteine, die der Pflug gelegentlich an die Oberfl\u00e4che holt.<\/p>\n<p><strong>Erfahrene Zugpferde<\/strong><\/p>\n<p>Bavaria und Anton ertragen das H\u00fc und Hott mit der stoischen Ruhe der erfahrenen Zugpferde. Schlie\u00dflich machen sie den Job schon seit Jahren. Genau wie Gerhard Krabbe, der \u00fcber das Kutschfahren zu seinem Hobby gekommen ist. Und der nicht nur bei Schulprojekten pfl\u00fcgt, sondern auch an Wettk\u00e4mpfen teilnimmt. Derzeit trainiert das vielbeinige Team f\u00fcr die Nieders\u00e4chsischen Meisterschaften im Gespannpfl\u00fcgen im August.<\/p>\n<p><strong>20 oder 30 Zentner Speisekartoffeln<\/strong><\/p>\n<p>Vorher wartet aber auf dem frisch umbrochenen Acker hinter dem Priesterseminar noch einige Arbeit: Anfang kommender Woche wollen die Sch\u00fcler die rund 100 Kilo Saatkartoffeln setzen und bauen auf die tierische Unterst\u00fctzung. Daraus k\u00f6nnten dann bis zur Ernte 20 oder 30 Zentner Speisekartoffeln werden. \u201eWenn alles glatt geht\u201c, schr\u00e4nkt Michael Wallusch ein, der als Lehrer das Kooperations-Projekt zwischen Schule und Domgemeinde betreut. Die werden dann auf dem Erntedankmarkt der Domschule zugunsten der Indienhilfe verkauft. Bis es soweit ist, m\u00fcssen die Sch\u00fcler der 7b auf dem Acker hinter dem Priesterseminar aber noch einige Male Unkraut j\u00e4ten.<\/p>\n<p>Erschienen am 15. April 2015 in der <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/566158\/mit-pferdekraft-wird-eine-wiese-zum-kartoffelacker#gallery&amp;0&amp;4&amp;566158\">Neuen OZ<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Osnabr\u00fcck. \u201eKommt, kommt. Gerade.\u201c Mit leiser Stimme dirigiert Eckhard Krabbe Anton und Bavaria. 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