{"id":164,"date":"2015-04-07T07:54:18","date_gmt":"2015-04-07T05:54:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=164"},"modified":"2017-04-12T12:32:03","modified_gmt":"2017-04-12T10:32:03","slug":"der-suesse-geschmack-von-sommer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=164","title":{"rendered":"Der s\u00fc\u00dfe Geschmack des Sommers"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_166\" aria-describedby=\"caption-attachment-166\" style=\"width: 714px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wpApfel2b.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-166\" src=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wpApfel2b-716x1024.jpg\" alt=\"Etwas M\u00fche kostet es schon, die Vorbereitungen f\u00fcr das fachgerechte Pflanzen des Baumes \u2013 wie hier das Einschlagen der Pf\u00e4hle \u2013 zu treffen \u2026 Foto: Ulrike Havermeyer\" width=\"714\" height=\"1021\" srcset=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wpApfel2b-716x1024.jpg 716w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wpApfel2b-210x300.jpg 210w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/wpApfel2b.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 714px) 100vw, 714px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-166\" class=\"wp-caption-text\">Etwas M\u00fche kostet es schon, die Vorbereitungen f\u00fcr das fachgerechte Pflanzen des Baumes \u2013 wie hier das Einschlagen der Pf\u00e4hle \u2013 zu treffen \u2026 Foto: Ulrike Havermeyer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Man k\u00f6nnte eigentlich mal \u2026 Man wollte doch schon immer \u2026 Na, dann aber mal los! Einen Apfelbaum zu pflanzen ist eine wunderbare Sache. Man braucht mit dieser Tat auch keine philosophische Grundsatzerkl\u00e4rung zu verbinden \u2013 es gen\u00fcgt, dass man den s\u00fc\u00dfen Geschmack des Sommers auf der Zunge zu sch\u00e4tzen wei\u00df. Wer bereit ist, ein wenig Zeit in Gummistiefeln und Gartenhandschuhen zu verbringen \u2013 der kann schon bald beachtliche Ernteerfolge einfahren: Freude an der Sache, Zufriedenheit \u2013 und in ein paar Jahren auch die ersten Fr\u00fcchte.<\/p>\n<p><em>Ein Sahnest\u00fcck der Kulturlandschaft<\/em><\/p>\n<p>Es braucht ja nicht gleich eine ganze Streuobstwiese zu sein. Wem allerdings ein Projekt von derart beachtlichen Dimensionen im Kopf herum schwebt \u2013 sprich: wer den Platz, das Geld und die Zeit hat, in mehr als 15 Obstb\u00e4ume zu investieren, der sei an erfahrene Fachleute wie zum Beispiel die vom BUND, Kreisgruppe Osnabr\u00fcck, verwiesen. Der Verein unterst\u00fctzt j\u00e4hrlich die Anlage einer extensiv genutzten Streuobstwiese: \u00d6kologisch betrachtet sind solche Fl\u00e4chen sowohl als Lebensraum wie auch als Reservoir f\u00fcr die genetische Vielfalt ein ganz besonderes Sahnest\u00fcck in der hiesigen Kulturlandschaft.<\/p>\n<p><em>Zu allen Jahreszeiten eine Augenweide<\/em><\/p>\n<p>Aber der einzelne Obstbaum an sich z\u00e4hlt eben auch. Einmal gepflanzt und angewachsen, regelm\u00e4\u00dfig gepflegt und geschnitten, begleitet uns der h\u00f6lzerne Kollege gut und gern ein Menschenleben lang. Und versorgt uns dabei nicht nur mit Schatten und Windschutz, frischer Luft und gutem Mikroklima, bietet diversen Lebewesen R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeit und Lebensraum und ist zu allen Jahreszeiten auch noch eine Augenweide \u2013 nein: er liefert seine vitaminreichen Fr\u00fcchte zudem frisch, regelm\u00e4\u00dfig und frei Haus. Ob Obstsalat, Most oder Kompott, Apfelkuchen, Mus oder Gelee \u2013 die Palette der Verwertungsm\u00f6glichkeiten ist breit gef\u00e4chert und bietet jede Menge Entfaltungsspielraum f\u00fcr pers\u00f6nliche Leidenschaften.<\/p>\n<p><em>Rund tausend alte Apfelsorten<\/em><\/p>\n<p>Dass Apfel dabei nicht gleich Apfel ist, wei\u00df der ein oder andere wohl aus eigener Erfahrung: W\u00e4hrend man beim Naschen in alten Obstwiesen auf nussige, w\u00fcrzige, milde und s\u00e4uerliche Vertreter von herbem bis aromatischem Charakter trifft, schmeckt die Hochglanzvariante aus den Supermarktregalen eher einheitlich. Etwas s\u00fc\u00df. Etwas frisch. Und ziemlich langweilig. \u201eNahezu s\u00e4mtliche in den vergangenen 50 Jahren gez\u00fcchteten Apfelsorten gehen genetisch auf eine der drei Sorten Golden Delicious, Cox Orange oder Jonathan zur\u00fcck\u201c, erkl\u00e4rt der Bielefelder Pomologe Hans-Joachim Bannier, einer der f\u00fchrenden Obstbaumexperten in Deutschland. Eine erschreckende Eint\u00f6nigkeit \u2013 erst recht, wenn man bedenkt, dass zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts noch an die tausend Apfelsorten in Deutschland bekannt waren. Von denen einige noch immer in den alten Best\u00e4nden wachsen.<\/p>\n<p><em>Die k\u00f6stliche Vielfalt bewahren<\/em><\/p>\n<p>Hans-Joachim Bannier pl\u00e4diert daher daf\u00fcr, dass sich die k\u00fcnftigen Apfelbaumpflanzer f\u00fcr eine der alten Hochstammsorten entscheiden. Zum einen, um die gleicherma\u00dfen kostbare wie k\u00f6stliche Vielfalt zu bewahren \u2013 zum anderen, weil die meisten alten Obstsorten schlichtweg robuster und f\u00fcr den jeweiligen Standort besser geeignet sind als die eher anf\u00e4lligen Neuz\u00fcchtungen von der Stange. Ob \u201eGravensteiner\u201c oder \u201eGelber M\u00fcnsterl\u00e4nder\u201c, ob \u201eBiesterfelder Renette\u201c, \u201eKr\u00fcgers Dickstiel\u201c oder \u201eSch\u00f6ner aus Nordhausen\u201c \u2013 welche der klangvollen Apfelsorten einmal im eigenen Garten wachsen soll, will gut \u00fcberlegt sein. Wer unsicher ist, kann sich bei einer auf alte Obstsorten spezialisierten Baumschule beraten lassen, \u00fcber die man die entsprechenden Exemplare dann auch beziehen kann \u2013 und deren Mitarbeiter wertvolle Tipps f\u00fcr das Pflanzen und die Pflege der B\u00e4ume geben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em>Wann ist die beste Pflanzzeit?<\/em><\/p>\n<p>Ob Apfel-, Birnen-, Kirsch- oder Zwetschgenbaum: \u201ePflanzen, die im Topf angezogen wurden, k\u00f6nnen das ganze Jahr \u00fcber in die Erde gebracht werden\u201c, erkl\u00e4rt Gartenbauwissenschaftler Georg Fels aus Westerkappeln. \u201eDie wurzelnackten Hochstammsorten lassen sich an feuchten Standorten noch bis in den April hinein pflanzen.\u201c Am besten aber sollte man damit nach Auskunft des Experten bis zum Herbst nach dem Laubfall warten. Also: In Sachen Hochstamm nichts \u00fcberst\u00fcrzen. Noch ein paar Monate Geduld und Bedenkzeit h\u00e4tten f\u00fcr die angehenden Baumbesitzer zudem den Vorteil, dass sie bis zu ihrer endg\u00fcltigen Pflanzentscheidung noch den einen oder anderen Apfeltag nutzen k\u00f6nnten, um ihren ganz pers\u00f6nlichen Favoriten zu erschmecken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man k\u00f6nnte eigentlich mal \u2026 Man wollte doch schon immer \u2026 Na, dann aber mal los! Einen Apfelbaum zu pflanzen ist eine wunderbare Sache. 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