{"id":1237,"date":"2016-10-25T08:25:24","date_gmt":"2016-10-25T06:25:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=1237"},"modified":"2017-08-14T22:24:48","modified_gmt":"2017-08-14T20:24:48","slug":"die-ernte-eines-sommers","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=1237","title":{"rendered":"Die Ernte eines Sommers"},"content":{"rendered":"<div class=\"StoryShowBox clear\">\n<div>\n<figure id=\"attachment_1235\" aria-describedby=\"caption-attachment-1235\" style=\"width: 1500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Ru\u00dfwinkel1bb.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1235\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1235\" src=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Ru\u00dfwinkel1bb.jpg\" alt=\"Je w\u00e4rmer der Sommer, desto vielschichtiger die \u00d6lgem\u00e4lde: Am liebsten arbeitet Erika Ru\u00dfwinkel-Schulz in ihrem Wintergarten. Foto: Ulrike Havermeyer\" width=\"1500\" height=\"1020\" srcset=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Ru\u00dfwinkel1bb.jpg 1500w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Ru\u00dfwinkel1bb-300x204.jpg 300w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Ru\u00dfwinkel1bb-768x522.jpg 768w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Ru\u00dfwinkel1bb-1024x696.jpg 1024w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Ru\u00dfwinkel1bb-1200x816.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1235\" class=\"wp-caption-text\">Je w\u00e4rmer der Sommer, desto vielschichtiger die \u00d6lgem\u00e4lde: Am liebsten arbeitet Erika Ru\u00dfwinkel-Schulz in ihrem Wintergarten. Foto: Ulrike Havermeyer<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Je hei\u00dfer der Sommer und je milder der Herbst, desto vielschichtiger reifen die \u00d6lgem\u00e4lde von Erika Ru\u00dfwinkel-Schulz heran. Solange die Temperaturen stimmen, malt die Belmer K\u00fcnstlerin am liebsten in ihrem Wintergarten \u2013 bei weit ge\u00f6ffneten T\u00fcren. <\/strong><\/p>\n<p>Von au\u00dfen betrachtet, erscheint das schnuckelige Eigenheim von Erika Ru\u00dfwinkel-Schulz und ihrem Mann Hartmut wie ein ganz normales, gepflegtes Siedlungshaus. Doch kaum tritt der Besucher ein, stellt er \u00fcberrascht fest, dass er sich in einem riesigen Atelier, in einer Werkstatt der Farben und Formen, der Schattierungen und Perspektiven befindet. Auf drei Etagen hat hier die Kunst eine Heimat gefunden: Im Souterrain bewahrt die diplomierte Grafik-Designerin ihre fertigen Werke auf und archiviert sie mit sorgf\u00e4ltiger Akribie. Das Treppenhaus dient als private Galerie mit wechselnden Exponaten. Im ersten Stock befindet sich das Arbeitszimmer, in dem sich Pinsel, Tuben und Leinw\u00e4nde, Spachtel, B\u00fcrsten und Radiernadeln auf den Holztischen und neben den Staffeleien stapeln. Im Nebenzimmer k\u00fcmmert sich Hartmut Ru\u00dfwinkel mit heiterem Enthusiasmus um die passenden Rahmungen.<\/p>\n<p><em>Ein guter Jahrgang<br \/>\n<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"StoryShowBox clear\">\n<p>Abh\u00e4ngig von den Jahreszeiten, befindet sich das saisonale Herzst\u00fcck des Ateliers jedoch im Parterre der Wohnung: Auf der Gartenterrasse reift die Ernte des Sommers \u2013 \u00d6lgem\u00e4lde! \u2013 heran, die zuvor im Wintergarten entstanden ist. \u201e\u00d6lfarbe braucht sehr lange, um zu trocknen\u201c, erkl\u00e4rt die versierte Kunstp\u00e4dagogin. \u201eWenn ich mehrere Schichten auftrage, dauert das auch schon mal einige Wochen.\u201c Ein Blick auf die Ausbeute des Sommers 2016 zeigt: Es war ein guter Jahrgang. Wie eine sanfte Brise schweben die Farben, satt und doch schwerelos, kraftvoll und duftig \u00fcber die Leinw\u00e4nde. \u201eIch bin ein positiver, ein optimistischer Mensch\u201c, sagt die 65-J\u00e4hrige: \u201eIch glaube, dass sich diese Lebensfreude in vielen meiner Arbeiten widerspiegelt.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_1236\" aria-describedby=\"caption-attachment-1236\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Ru\u00dfwinkel5b.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1236\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1236\" src=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Ru\u00dfwinkel5b-300x238.jpg\" alt=\"Au\u00dfer mit \u00d6lgem\u00e4lden besch\u00e4ftigt sich die diplomierte Grafikerin auch besonders gern mit Radierungen. Foto: Ulrike Havermeyer\" width=\"300\" height=\"238\" srcset=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Ru\u00dfwinkel5b-300x238.jpg 300w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Ru\u00dfwinkel5b-768x610.jpg 768w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Ru\u00dfwinkel5b-1024x813.jpg 1024w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Ru\u00dfwinkel5b-1200x953.jpg 1200w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Ru\u00dfwinkel5b.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1236\" class=\"wp-caption-text\">Au\u00dfer mit \u00d6lgem\u00e4lden besch\u00e4ftigt sich die diplomierte Grafikerin auch besonders gern mit Radierungen. Foto: Ulrike Havermeyer<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Von der Pike auf gelernt<\/em><\/p>\n<p>K\u00fcndigt sich dann wie jetzt die k\u00fchle Jahreszeit an, verf\u00e4llt die experimentierfreudige Malerin mitnichten in eine k\u00fcnstlerische Winterstarre: Mit unerm\u00fcdlichem Elan und dem Kopf voller Pl\u00e4ne zieht Erika Ru\u00dfwinkel-Schulz von ihrer lichten, luftigen Sommerresidenz ins solide temperierte Arbeitszimmer um und widmeten sich all den anderen Techniken \u2013 Aquarellmalerei, Radierungen, Acrylarbeiten, Collagen, Lithografien, Zeichnungen \u2013 die sie im Laufe ihres Studiums und bei diversen Fortbildungen von der Pike auf gelernt hat.<\/p>\n<p><em>Dann eben: Klappstulle&#8230;<\/em><\/p>\n<p>\u201eDie alten Traditionen wie beispielsweise die Kupferradierung faszinieren mich sehr\u201c, beschreibt sie ihre Leidenschaft f\u00fcr die handwerklichen Aspekte der bildenden Kunst, \u201eaber vor allem mag ich es, Techniken miteinander zu kombinieren und mich von ihnen zu etwas ganz Neuem inspirieren zu lassen.\u201c Und wenn das Ergebnis ihren Anspr\u00fcchen dann doch nicht entspricht? Erika Ru\u00dfwinkel-Schulz zuckt mit den Schultern, schmunzelt und macht eine ausladende Geste mit den H\u00e4nden: \u201eKlappstulle\u201c, sagt sie und lacht. \u201eDas hat mein ehemaliger Lehrer immer gesagt: Klappstulle, zusammenklappen und ab in den Papierkorb!\u201c Den Spa\u00df am Ausprobieren l\u00e4sst sich die Lebensk\u00fcnstlerin jedenfalls nicht nehmen \u2013 dazu ist Erika Ru\u00dfwinkel-Schulz viel zu neugierig, welche Potenziale sie bei den verschiedenen Farben und Materialien durch ihre Gedanken, ihre H\u00e4nde und die oft \u00fcberbordende Freude am Tun freisetzen kann.<\/p>\n<p><em>Beeindruckend breites Spektrum<\/em><\/p>\n<p>Ein Blick auf das beeindruckend breite Spektrum ihrer Arbeiten lohnt sich in jedem Fall. Das Advena Hotel Hohenzollern in Osnabr\u00fcck pr\u00e4sentiert eine Dauerausstellung ihrer Werke. Auf der Insel Greetsiel findet man die farbenpr\u00e4chtigen Gem\u00e4lde und grazilen Radierungen von Erika Ru\u00dfwinkel-Schulz ebenso wie in den Gemeinden Belm, Wallenhorst, Westerkappeln und Bissendorf. Wer neugierig geworden ist, kann unter www.atelier-russwinkel-schulz.de einen digitalen Blick in das Atelier der produktiven Allrounderin aus Belm werfen.<\/p>\n<p><em>(Erschienen in: Neue Osnabr\u00fccker Zeitung, 20.10.2016)<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Je hei\u00dfer der Sommer und je milder der Herbst, desto vielschichtiger reifen die \u00d6lgem\u00e4lde von Erika Ru\u00dfwinkel-Schulz heran. 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