{"id":1154,"date":"2016-09-13T19:38:03","date_gmt":"2016-09-13T17:38:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=1154"},"modified":"2018-01-01T14:09:50","modified_gmt":"2018-01-01T13:09:50","slug":"die-globale-speisekarte-von-morgen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=1154","title":{"rendered":"Die globale Speisekarte von morgen"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1155\" aria-describedby=\"caption-attachment-1155\" style=\"width: 1098px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1155\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1155\" src=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL1.jpg\" alt=\"Schmeckt gut und ist gesund: Kemal Aganovic l\u00e4sst sich einen Smoothie schmecken, den die Hochspannungsanlage (im Hintergrund) mit Dr\u00fccken von bis zu 6000 bar haltbar gemacht hat. Foto: Rolf Kamper\" width=\"1098\" height=\"618\" srcset=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL1.jpg 1098w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL1-300x169.jpg 300w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL1-768x432.jpg 768w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL1-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1098px) 100vw, 1098px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1155\" class=\"wp-caption-text\">Schmeckt gut und ist gesund: Kemal Aganovic verkostet einen Smoothie, den die Hochspannungsanlage (im Hintergrund) mit Drucken von bis zu 6000 Bar haltbar gemacht hat. Foto: Rolf Kamper<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"teaser\"><strong>Wer erfahren m\u00f6chte, wie die Zukunft schmeckt, sollte sich am Freitag, 9. September 2016, zwischen 14 und 18 Uhr auf den Weg zum Deutschen Institut f\u00fcr Lebensmitteltechnik nach Quakenbr\u00fcck machen: Anl\u00e4sslich seines 30-j\u00e4hrigen Bestehens l\u00e4dt der Verein zu einem Tag der offenen T\u00fcr ein.<\/strong><\/p>\n<div id=\"content-jump-to\" class=\"content\">\n<p>Mit sichtlichem Genuss verkostet Kemal Aganovic die rote Fl\u00fcssigkeit: \u201eSehr gut\u201c, befindet der Wissenschaftler \u2013 und g\u00f6nnt sich gleich noch einen Schluck. Er nickt zufrieden: \u201eEin Saft von hoher Qualit\u00e4t.\u201c Doch so k\u00f6stlich und gesund der Smoothie auch sein mag, so n\u00fcchtern gestaltet sich das Ambiente, in dem der Experte f\u00fcr die Haltbarmachung von Lebensmitteln die Ergebnisse seiner Forschung testet: K\u00fchle Fliesen. Poliertes Edelstahlequipment. Kollegen mit Haarnetz, Fu\u00df\u00fcberziehern und Schutzkitteln.<\/p>\n<p><em>Druck statt Hitze<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_1156\" aria-describedby=\"caption-attachment-1156\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL2.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1156\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1156\" src=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL2-300x169.jpg\" alt=\"Sieht aus wie Fleischsalat \u2013 ist aber vegetarisch: Marit Hedden und Matthias M\u00fcller schnippeln die Masse aus Sojakonzentrat in die richtige Form. Foto: Rolf Kamper\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL2-300x169.jpg 300w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL2-768x432.jpg 768w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL2-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL2.jpg 1098w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1156\" class=\"wp-caption-text\">Sieht aus wie Fleischsalat \u2013 ist aber vegetarisch: Marit Hedden und Matthias M\u00fcller schnippeln die Masse aus Sojakonzentrat in die richtige Form. Foto: Rolf Kamper<\/figcaption><\/figure>\n<p>Im sogenannten Wei\u00dfbereich des Deutschen Instituts f\u00fcr Lebensmitteltechnik (DIL) ist penible Hygiene das oberste Gebot. Schlie\u00dflich werden hier die Lebensmittel der Zukunft entwickelt. L\u00e4stige Keime sind unerw\u00fcnscht und d\u00fcrfen allenfalls dann in Aktion treten, wenn es dem wissenschaftlichen Nutzen dient. Selbstverst\u00e4ndlich auch dann nur unter strenger Kontrolle. Was den Bogen zur\u00fcck zu Kemal Aganovic und seinem Smoothie schl\u00e4gt: Denn bei der althergebrachten Methode, Fruchts\u00e4fte durch Erhitzen haltbar zu machen, werden zwar die Mikroorganismen, die in und auf den nat\u00fcrlichen Zutaten \u2013 Rote-Beete, Karotten, Kirschen oder \u00c4pfel \u2013 leben, abget\u00f6tet. Aber: \u201eDabei werden auch wichtige Bestandteile wie Vitamine und Antioxidantien zerst\u00f6rt\u201c, erkl\u00e4rt Aganovic. Deshalb schw\u00f6ren die Mitarbeiter des DIL auf das \u201eHPP\u201c (High Pressure Processing) und behandeln viele ihrer Lebensmittel \u2013 Smoothies, Fruchts\u00e4fte, mariniertes Fleisch \u2013 mit Hochdrucken von bis zu 6000 Bar. \u201eSo werden die Mikroorganismen inaktiviert\u201c, erl\u00e4utert Aganovic, \u201eaber die wertvollen Stoffe bleiben erhalten.\u201c Die Hersteller aus der Lebensmittelwirtschaft, die dieses Verfahren bereits anwenden, deklarieren ihre Produkte anschlie\u00dfend in der Regel als \u201ekaltgepresst\u201c. Kemal Aganovic zuckt mit den Schultern: \u201eDas klingt in den Ohren der Kunden vielleicht angenehmer als \u201ahochdruckbehandelt\u2018\u201c, \u00fcberlegt er, \u201eist aber tats\u00e4chlich dasselbe.\u201c<\/p>\n<p><em> Lang, l\u00e4nger, am l\u00e4ngsten<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_1157\" aria-describedby=\"caption-attachment-1157\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL3.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1157\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1157\" src=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL3-300x169.jpg\" alt=\"Die von den Forschern entwickelten Maschinen, wie hier die Elektro-Impuls-Anlage, an der Georgios Davitis gerade die Montageplatte verdrahtet, verkauft das DIL weltweit. Foto: Rolf Kamper\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL3-300x169.jpg 300w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL3-768x432.jpg 768w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL3-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL3.jpg 1098w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1157\" class=\"wp-caption-text\">Georgios Davitis verdrahtet die Montageplatte an der Elektro-Impuls-Anlage. Foto: Rolf Kamper<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch in der Abteilung f\u00fcr Maschinenbau weht ein Hauch von Science Fiction durch die Halle. Hier t\u00fcfteln die Mitarbeiter an neuen Konstruktionen f\u00fcr die Grundlagenforschung, entwickeln aber ebenso kommerzielle Produktionsverfahren f\u00fcr Auftraggeber aus der Wirtschaft. Georgis Davitis verdrahtet gerade die\u00a0 Montageplatte einer Elektro-Impuls-Anlage. Wenn das Ger\u00e4t einsatzbereit ist, erzeugt es in seinem Inneren k\u00fcnstliche Blitze. Nein, das DIL hat seinen Gesch\u00e4ftsbereich mitnichten auf die Meteorologie ausgedehnt: \u201eDiese Maschine setzen wir zur Strukturoptimierung von Kartoffeln ein\u201c, erkl\u00e4rt Sebastian Biedermann, Leiter des Bereichs Kommunikation. Die Blitze lassen die Zellstrukturen der Kartoffel aufbrechen, das Wasser tritt heraus und das Gewebe wird flexibler. Bei der Weiterverarbeitung zu Pommes k\u00f6nnen die Schneideanlagen so deutlich l\u00e4ngere St\u00fccke, die deutlich weniger Fett aufnehmen, produzieren.<\/p>\n<p><em>Tag der offenen T\u00fcr<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_1158\" aria-describedby=\"caption-attachment-1158\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL4.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1158\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1158\" src=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL4-300x169.jpg\" alt=\"Das Auge isst mit: Auch hitzebest\u00e4ndige, konservierungsmittelfreie Farbstoffe werden am DIL entwickelt: von Rote-Beete-Rot bis Distel-Gr\u00fcn. Foto: Rolf Kamper\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL4-300x169.jpg 300w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL4-768x432.jpg 768w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL4-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/DIL4.jpg 1098w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1158\" class=\"wp-caption-text\">Das Auge isst mit: Auch hitzebest\u00e4ndige, konservierungsmittelfreie Farbstoffe werden am DIL entwickelt: von Rote-Beete-Rot bis Distel-Gr\u00fcn. Foto: Rolf Kamper<\/figcaption><\/figure>\n<p>Veganer Fleischsalat. Die Suche nach alternativen Eiwei\u00dflieferanten \u2013 Pflanzen und Insekten\u00a0\u2013 zur globalen Proteinversorgung. Analytische Verfahren, mit deren Hilfe die Forscher den Lebensmitteln bis auf die Atome schauen k\u00f6nnen. Eine App, die den \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck des jeweiligen Produktes angibt: Die Besucher des Tags der offenen T\u00fcr d\u00fcrfen auf den mittlerweile 9000 Quadratmetern Forschungs- und Entwicklungsfl\u00e4che des DIL Einsicht in viele spannende Projekte erwarten. Allerdings: Der derzeit wohl innovativste Plan des DIL steckt noch in den Kinderschuhen: ein 3-D-Drucker f\u00fcr Lebensmittel. Die Geburtstagstorte zum 30. Jubil\u00e4um wird daher wohl noch nicht aus einem futuristischen \u201eReplikator\u201c, sondern ganz altbacken vom Konditor kommen.<\/p>\n<p><em>(Erschienen in: Bersenbr\u00fccker Kreisblatt, 08.09.2016)<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer erfahren m\u00f6chte, wie die Zukunft schmeckt, sollte sich am Freitag, 9. 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