{"id":1073,"date":"2016-05-19T13:18:09","date_gmt":"2016-05-19T11:18:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=1073"},"modified":"2016-08-10T13:19:46","modified_gmt":"2016-08-10T11:19:46","slug":"bis-zu-den-knien-in-der-gerste","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=1073","title":{"rendered":"Bis zu den Knien in der Gerste"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1074\" aria-describedby=\"caption-attachment-1074\" style=\"width: 1500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Acker1b.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1074\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1074\" src=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Acker1b.jpg\" alt=\"Die k\u00fcnftige Ernte im Blick: Dieter Kantelberg (Dritter von links) diskutiert mit den Landwirten \u00fcber den optimalen Einsatz von D\u00fcnge- und Spritzmitteln. Foto: Ulrike Havermeyer\" width=\"1500\" height=\"1073\" srcset=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Acker1b.jpg 1500w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Acker1b-300x215.jpg 300w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Acker1b-768x549.jpg 768w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Acker1b-1024x733.jpg 1024w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Acker1b-1200x858.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1074\" class=\"wp-caption-text\">Die k\u00fcnftige Ernte im Blick: Dieter Kantelberg (Dritter von links) diskutiert mit den Landwirten \u00fcber den optimalen Einsatz von D\u00fcnge- und Spritzmitteln. Foto: Ulrike Havermeyer<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"teaser\"><strong>Der Weizen hat Stress. Die Gerste hat L\u00e4use. Und der Landwirt viel Arbeit. Das ist das Ergebnis der Feldbegehung der Landwirtschaftlichen Ortsvereine Lotte und Westerkappeln. Gut, dass BASF-Berater Dieter Kantelberg auch etwas hatte: L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge.<\/strong><\/p>\n<div id=\"content-jump-to\" class=\"content\">\n<p>W\u00e4hrend der Nicht-Landwirt den vergangenen Winter vielleicht gef\u00fchlt noch als eher mau in Erinnerung haben mag, k\u00f6nnen die Landwirte aus Lotte und Westerkappeln, die sich jetzt auf dem Hof von Hartmut Meyer in Halen zu ihrer traditionellen Feldbegehung getroffen haben, \u00fcber beinahe jeden Tag der kalten Jahreszeit eine detaillierte Auskunft geben: Temperaturen, Niederschl\u00e4ge, Staun\u00e4sse, Windverh\u00e4ltnisse und Bodenfr\u00f6ste sind ihnen nur allzu gut im Ged\u00e4chtnis geblieben. Denn der Winter 2015\/16 ist auf ihren Feldern noch immer sehr pr\u00e4sent \u2013 und seine Folgen wirken sich bis heute auf den Zustand der B\u00f6den und damit auch auf die Qualit\u00e4t des Getreides aus.<\/p>\n<p><em>\u201eSt\u00e4ndig nasse F\u00fc\u00dfe&#8220;<\/em><\/p>\n<p>\u201eGef\u00fchlt hat es von August bis April st\u00e4ndig geregnet\u201c, beschreibt BASF-Berater Dieter Kantelberg die Misere auf den \u00c4ckern. \u201eDer Gro\u00dfteil des im Oktober ges\u00e4ten Getreides hatte somit die ganze Zeit \u00fcber nasse F\u00fc\u00dfe.\u201c Dazu die \u2013 aus Sicht von Weizen, Gerste und Co. \u2013 zwar kurzen, aber daf\u00fcr zu einem ung\u00fcnstigen Zeitpunkt hereingebrochenen Frostperioden, die sich mit f\u00fcr die Jahreszeit ungew\u00f6hnlich milden Phasen abgewechselt h\u00e4tten. \u201eDas waren extreme Witterungsverh\u00e4ltnisse, die den Pflanzen Stress bereitet und ihr Wachstum gehemmt haben\u201c, erkl\u00e4rte BASF-Berater Dieter Kantelberg. Ob sich die gebeutelte Vegetation inzwischen erholt hat, schauten sich die mehr als zwei Dutzend Landwirte daraufhin vor Ort an. Den selbstgebauten Jagdwagen hinter den Schlepper geh\u00e4ngt, chauffierte Hartmut Meyer, Vorsitzender des Ortsvereins Lotte, seine Kollegen komfortabel von Feld zu Feld.<\/p>\n<p><em>Gelbrost und Mehltau<\/em><\/p>\n<p>\u201eEs n\u00fctzt nichts, die Getreideschl\u00e4ge nur vom Rand aus oder aus dem Autofenster zu betrachten\u201c, legte Kantelberg seinen Zuh\u00f6rern ans Herz. \u201eWenn sie sehen wollen, ob ihre Schweine gesund sind, gehen sie ja auch bis in den Stall hinein.\u201c Und dass es einer Pflanze, die auf den ersten Blick robust aussieht, m\u00f6glicherweise gar nicht so gut geht, bewies der Berater denn auch gleich: Knietief durch die Gerste staksend, rupfte er wahllos ein paar Halme heraus: \u201eDa \u2013 alles voller L\u00e4use!\u201c Weil die L\u00e4use als Virus\u00fcbertr\u00e4ger gelten, sollten ihnen die Landwirte m\u00f6glichst schnell zu Leibe r\u00fccken, riet er: \u201eSonst riskieren sie Ernteeinbu\u00dfen von bis zu 40 Prozent.\u201c Auch Gelbrost und Mehltau setzten den noch vom Winter geschw\u00e4chten Best\u00e4nden in diesem Jahr besonders zu.<\/p>\n<p>Neue D\u00fcngeverordnung<\/p>\n<p>Dass Dieter Kantelberg als Verkaufsberater des Chemiekonzerns BASF f\u00fcr die meisten Probleme auf den Feldern eine chemische L\u00f6sung bereithielt, wundert nicht. Dennoch betonte er, dass Herbizide, Fungizide und Insektizide \u201enur begleitend\u201c eingesetzt werden sollten. Das A und O gesunder Best\u00e4nde liege in einer tadellosen ackerbaulichen Bewirtschaftung der Fl\u00e4chen. \u201eNicht nur angesichts der neuen D\u00fcngeverordnung m\u00fcssen wir sehen, dass wir die \u00d6konomie und die \u00d6kologie in eine Richtung bringen\u201c, gab er zu bedenken. \u201eNehmen sie sich die Ergebnisse ihrer Bodenuntersuchung vor, und d\u00fcngen sie dann sehr gezielt.\u201c Denn manchmal werde der Hunger der Pflanzen nach Stickstoff zum Teil bereits durch die im Boden verbliebenen N\u00e4hrstoffe gedeckt, so dass entsprechend weniger G\u00fclle ausgebracht werden m\u00fcsse. \u201eNur so k\u00f6nnen wir das Nitrat in den Griff kriegen\u201c, schloss Kantelberg.<\/p>\n<p><em>(Erschienen in: Neue Osnabr\u00fccker Zeitung, 19.05.2015)<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Weizen hat Stress. Die Gerste hat L\u00e4use. Und der Landwirt viel Arbeit. Das ist das Ergebnis der Feldbegehung der Landwirtschaftlichen Ortsvereine Lotte und Westerkappeln. Gut, dass BASF-Berater Dieter Kantelberg auch etwas hatte: L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge. W\u00e4hrend [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1074,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"image","meta":{"_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[6,80],"tags":[379,115,380],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.havermeyer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1073"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.havermeyer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.havermeyer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.havermeyer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.havermeyer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1073"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.havermeyer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1073\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1075,"href":"http:\/\/www.havermeyer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1073\/revisions\/1075"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.havermeyer.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1074"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.havermeyer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1073"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.havermeyer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1073"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.havermeyer.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1073"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}