{"id":1058,"date":"2016-07-31T20:03:31","date_gmt":"2016-07-31T18:03:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=1058"},"modified":"2017-08-14T22:21:52","modified_gmt":"2017-08-14T20:21:52","slug":"eine-quelle-der-zuversicht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=1058","title":{"rendered":"Eine Quelle der Zuversicht"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1059\" aria-describedby=\"caption-attachment-1059\" style=\"width: 1500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/W\u00f6lfkes2b-1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1059\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1059\" src=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/W\u00f6lfkes2b-1.jpg\" alt=\"\u201eWenn ich male, dann geschieht das von Innen heraus\u201c, sagt die Iburgerin Barbara W\u00f6lkes. Ihr Markenzeichen: intensive Farben in kraftvollen Kompositionen. 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Foto: Ulrike Havermeyer<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"teaser\"><strong>Wer sich schon als Kind gern mit Buntstiften und Zeichenblock in eine Ecke verkr\u00fcmelt und seiner Phantasie freien Lauf gelassen hat, den h\u00e4lt diese Leidenschaft oft das ganze Leben lang gefangen. So ist es auch Barbara W\u00f6lfkes aus Bad Iburg ergangen.<\/strong><\/p>\n<div id=\"content-jump-to\" class=\"content\">\n<p>Barbara W\u00f6lfkes mag es gerne gro\u00dfformatig. Farbig. Intensiv. Die Bilder der Bad Iburgerin wirken nicht nur optisch \u2013 wer sich den Arbeiten der 73-J\u00e4hrigen n\u00e4hert, der sp\u00fcrt die W\u00e4rme eines satt aufgetragenen Orange oder die k\u00fchle Distanz eines luftigen Blaus mit dem ganzen K\u00f6rper. Es ist, als z\u00f6ge der dynamische Strudel, die Kraft der Farben, die Wucht der Komposition den Betrachter mitten hinein in eine Welt hinter der Leinwand.<\/p>\n<p><em>Gegen Krieg und Vertreibung<\/em><\/p>\n<p>\u201eDie meisten meiner Bilder sind von einem informellen Stil gepr\u00e4gt\u201c, erkl\u00e4rt Barbara W\u00f6lfkes. Die in den 1950er Jahren in Paris als Protest gegen Krieg und Vertreibung entstandene Kunstrichtung habe sie w\u00e4hrend ihres Studiums an der Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck kennengelernt. \u201eVon dieser Art zu malen habe ich mich gleich angesprochen gef\u00fchlt\u201c, sagt die geb\u00fcrtige Ungarin, \u201edenn auch ich bin im Krieg geboren und als Kind mit meiner Familie vertrieben worden.\u201c<\/p>\n<p><em>Die Kunst als Spiegel?<\/em><\/p>\n<p>Wie in ihren Bildern treffen auch in ihrer Biografie immer wieder die verschiedensten Kr\u00e4fte \u2013 mal heiter und hell, mal bedrohlich und duster \u2013 oft mit kompromissloser Vehemenz aufeinander: Eine Kindheit in Ungarn, das Erlebnis von Krieg und dem Verlust der Heimat, das schwierige Fu\u00dffassen in einem Land, dessen Sprache sie zun\u00e4chst nicht versteht. Barbara W\u00f6lfkes wiegt nachdenklich den Kopf: \u201eAls ich mich als Erwachsene der Malerei zugewendet habe\u201c, sagt sie, \u201ehabe ich zuerst nur dunkle Bilder gemalt.\u201c Ob da ein Zusammenhang besteht? Die K\u00fcnstlerin l\u00e4chelt und zuckt ratlos mit den Schultern: \u201eWenn ich male, dann geschieht das von Innen heraus, dann spinne ich Gedanken weiter, die mich gerade bewegen, eine konkrete Aussage steht dabei nicht im Vordergrund.\u201c<\/p>\n<p><em>Wunderbare Kraftquelle<\/em><\/p>\n<p>Neben den Leinw\u00e4nden, auf denen gedeckte Blau- und Braunt\u00f6ne die Stimmung beherrschen, gibt es inzwischen aber auch reichlich lichte Ausblicke im Werk der Bad Iburgerin, schwerelose Improvisationen, in denen Barbara W\u00f6lfkes leuchtende T\u00f6ne zu harmonisch schwingenden Sinfonien zusammenf\u00fcgt. \u201eDie Malerei ist eine wunderbare Kraftquelle, aus der man \u2013 besonders auch in schwierigen Lebensphasen, in denen man sich wie zerissen f\u00fchlt \u2013 Energie, Entspannung und Zuversicht sch\u00f6pfen kann.\u201c<\/p>\n<p><em>Arbeit im Kreativstudio<\/em><\/p>\n<p>Das in Bayern aufgewachsene Fl\u00fcchtlingsm\u00e4dchen gewann bereits als Sch\u00fclerin ihren ersten landesweiten Malwettbewerb, absolvierte eine Ausbildung zur technischen Zeichnerin, heiratete und lie\u00df sich mit ihrer Familie in Bad Iburg nieder. In Osnabr\u00fcck begann sie dann, als ihre beiden T\u00f6chter selbstst\u00e4ndig geworden waren, ein Studium der Kunst- und Erziehungswissenschaften. Nach ihrem Abschluss als Magister hat die Kunstp\u00e4dagogin 15 Jahre lang im Kreativstudio in Bad Rothenfelde gearbeitet und dort herzkranke Patienten dabei unterst\u00fctzt, ihre \u00c4ngste mithilfe der Malerei zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p><em>Von Bielefeld bis Berlin<\/em><\/p>\n<p>Die Bilder von Barbara W\u00f6lfkes werden nicht nur in regionalen Ausstellungen in Bielefeld, Versmold, Tecklenburg oder Nordhorn pr\u00e4sentiert, sondern auch in Berlin, M\u00fcnchen, Wien und in ihrer Heimat Ungarn. Einige ihrer Werke sind in einer Dauerausstellung im Hotel im Park in Bad Iburg zu sehen, eines schm\u00fcckt den Sitzungssaal des Kreishauses in Rheda-Wiedenbr\u00fcck. Neben ihrer kreativen Leidenschaft engagiert sich die Iburgerin in der Fl\u00fcchtlingshilfe.<\/p>\n<p><em>(Erschienen in: Neue Osnabr\u00fccker Zeitung, 18.07.2016)<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich schon als Kind gern mit Buntstiften und Zeichenblock in eine Ecke verkr\u00fcmelt und seiner Phantasie freien Lauf gelassen hat, den h\u00e4lt diese Leidenschaft oft das ganze Leben lang gefangen. 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