{"id":1048,"date":"2016-08-20T19:18:04","date_gmt":"2016-08-20T17:18:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=1048"},"modified":"2016-08-20T22:57:00","modified_gmt":"2016-08-20T20:57:00","slug":"aquarelle-statt-steuerrecht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.havermeyer.de\/?p=1048","title":{"rendered":"Aquarelle statt Steuerrecht"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1049\" aria-describedby=\"caption-attachment-1049\" style=\"width: 1500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Schmale1.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1049\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-1049\" src=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Schmale1.jpg\" alt=\"Immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksm\u00f6glichkeiten: Helmut Schmale besch\u00e4tigt sich auch mit abstrakten Darstellungen. Foto: Ulrike Havermeyer\" width=\"1500\" height=\"1002\" srcset=\"http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Schmale1.jpg 1500w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Schmale1-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Schmale1-768x513.jpg 768w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Schmale1-1024x684.jpg 1024w, http:\/\/www.havermeyer.de\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Schmale1-1200x802.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1049\" class=\"wp-caption-text\">Immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksm\u00f6glichkeiten: Helmut Schmale besch\u00e4ftigt sich auch mit abstrakten Darstellungen. Foto: Ulrike Havermeyer<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Impressionistische G\u00e4rten. Filigrane Architekturen. Verwunschene Landschaften. Die eigene Kreativit\u00e4t nutzt Helmut Schmale, um mit leichter Hand T\u00fcren in neue Welten zu \u00f6ffnen \u2013 f\u00fcr sich selbst und f\u00fcr den Betrachter.<\/strong><\/p>\n<p>Manchmal m\u00fcssen Begabungen sich gedulden. Sie verharren in der geistigen Verborgenheit des menschlichen Gem\u00fcts und warten nur auf die passende Gelegenheit, sich zu offenbaren. Mehr als sechzig Jahre lang hat das k\u00fcnstlerische Talent von Helmut Schmale unbeirrt und unbeachtet innegehalten, bevor es an die Oberfl\u00e4che brach und endlich damit beginnen konnte, sich zu entladen. Und das tut es seitdem: mit gestaltungsfreudiger Vehemenz und unerm\u00fcdlichem sch\u00f6pferischen Potenzial.<\/p>\n<p><em>Geistige Alternative<\/em><\/p>\n<p>\u201eEigentlich wollte ich mir lediglich eine geistige Alternative zum Steuerrecht aufbauen\u201c, beschreibt der 77-j\u00e4hrige Bad Laeraner die Motivation, mit der er sich nach seiner Pensionierung der Malerei gen\u00e4hert hat. Zuvor war der Autodidakt in Sachen Kunst als Betriebspr\u00fcfer bei der Finanzverwaltung Osnabr\u00fcck t\u00e4tig. Doch was als kurzweiliges Hobby begann, ist l\u00e4ngst zu einer unverzichtbaren Leidenschaft geworden. \u201eAn meiner Staffelei finde ich Ruhe und Gelassenheit\u201c, sagt Helmut Schmale, \u201ewas besonders wichtig ist, seit ich verwitwet bin und alleine lebe.\u201c Der pers\u00f6nliche Ausdruck, die individuelle Auseinandersetzung mit verschiedensten Themen \u2013 einerseits als Trost und Herausforderung f\u00fcr den K\u00fcnstler, andererseits aber auch als bereichernde Inspiration f\u00fcr den Betrachter. Die Werke von Helmut Schmale sind inzwischen auch als Dauerausstellung im Seniorenzentrum am Kurpark in Bad Laer zu betrachten.<\/p>\n<p><em>Intensives Erleben<\/em><\/p>\n<p>\u201eWas mir begegnet, das versuche ich intensiv zu erleben\u201c, sagt der Sp\u00e4tberufene. Wer ihn zuhause in seinem Atelier besucht, merkt schnell, dass das Interesse des Seniors an seiner Umwelt gewaltig ist und dass er die Begegnungen, denen er sich k\u00fcnstlerisch stellt, bewusst sucht. Vielleicht gleicht seine Wohnung auch daher der Kombination aus einer altehrw\u00fcrdigen Bibliothek und einer modernen Galerie. \u201eVieles habe ich mir angelesen\u201c, erl\u00e4utert er. Nicht nur, was die Malerei angeht. Konfrontiert ihn der Alltag mit einer neuen Sachlage, die seine k\u00fcnstlerische Neugier weckt, werden zun\u00e4chst entsprechende Sachb\u00fccher gew\u00e4lzt, um sich mit den Hintergr\u00fcnden der Thematik vertraut zu machen und eine pers\u00f6nliche Beziehung aufzubauen. Ein Beispiel? In einem Winkel seines Wohnzimmers h\u00e4ngt das auf ungew\u00f6hnliche Weise heimisch wirkende Aquarell des armenischen Berges Ararat. \u201eIch war nie dort\u201c, bedauert Schmale, \u201eaber meine Schwiegertochter stammt aus Armenien.\u201c Keine Frage also, dass sich der Bad Laeraner intensiv mit der Heimat des neuen Familienmitglieds besch\u00e4ftigt und sie optisch verewigt hat.<\/p>\n<p><em>Eigener Stil<\/em><\/p>\n<p>\u201eEs dauert ja lange, bis man einen eigenen Stil entwickelt\u201c, gibt Helmut Schmale zu bedenken und l\u00e4chelt bescheiden: \u201eAber allm\u00e4hlich scheint es mir zu gelingen.\u201c Am liebsten gestaltet er neben stimmungsvollen Aquarellen vor allem farbintensive \u00d6lgem\u00e4lde. Doch auch monochrome Kreideskizzen und experimentelle Spachtelarbeiten interessieren ihn. Die Welt der Malerei, soviel steht fest, birgt noch manchen Schatz f\u00fcr Helmut Schmale. \u201eIch fange ja erst an\u201c, freut sich der einstige Betriebspr\u00fcfer, seine so lange verborgene Kreativit\u00e4t nun mit begl\u00fcckender Leidenschaft ausleben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em>(Erschienen in: Neue Osnabr\u00fccker Zeitung, 2016)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Impressionistische G\u00e4rten. Filigrane Architekturen. Verwunschene Landschaften. Die eigene Kreativit\u00e4t nutzt Helmut Schmale, um mit leichter Hand T\u00fcren in neue Welten zu \u00f6ffnen \u2013 f\u00fcr sich selbst und f\u00fcr den Betrachter. Manchmal m\u00fcssen Begabungen sich gedulden. 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